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Steuerfuss 2014

Politisch: 42
Primarschule: 70
Oberstufe: inkl.
Total: 112

Statistik

Einwohner zivilr.: 4546 (2012)
Ausländeranteil: 21.6 % (2012)
Fläche: 1231 ha (2007)
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Gemeinde Glattfelden

Panoramabilder von Glattfelden

Glattfelden ist gewiss tausend und mehr Jahre alt. Zum erstenmal wird "Glatevelden" in einer Urkunde aus dem Jahre 1130 erwähnt. Doch würde Glattfelden kaum je besondere Erwähnung finden, wäre nicht einer der grössten Schweizer - der Dichter Gottfried Keller - ein Sohn dieses Ortes. Im Glattfelder Hause seines Onkels, Dr. med. Heinrich Scheuchzer, verbrachte der junge, in Zürich wohnende Keller, öfters die Ferien. Sein Vater und seine Mutter stammten beide aus Glattfelden, das er liebte und noch als reines Bauerndorf erlebte. In seiner Novelle "Der grüne Heinrich" beschreibt er Glattfelden wie folgt: "in einem grünen Wiesentale, welches von den Krümmungen eines leuchtenden kleinen Flusses durchzogen und von belaubten Bergen umgeben war".

In der Tat, trotz Industrie, Technik und Verkehr liegt Glattfelden inmitten einer harmonischen, abwechslungsreichen und ruhevollen Landschaft. Kenner zählen die Gegend zwischen Rüdlingen, Eglisau, Glattfelden, Stadel und dem Neeracher Ried zu den besonders schönen Landstrichen in der Schweiz. Neben seiner reizvollen Umgebung besitzt Glattfelden aber auch einen sehr schönen Dorfkern, welcher als schützenswertes Ortsbild von überregionaler Bedeutung bezeichnet wurde.

Das Wappen - in Gold drei schwarze Hirschstangen - erinnert in Schildbild und Farben an die Grafen von Tengen-Nellenburg, die in Glattfelden grundherrliche Rechte besassen. Als Besitzer der Herrschaft Eglisau, zu der das Dorf ehemals gehörte, übten sie auch die hohe Gerichtsbarkeit aus. Glattfelden erlebte in früheren Jahrhunderten verschiedene Naturkatastrophen, 1724 einen furchtbaren Wolkenbruch, 1764, 1781 und 1852 schwere Überschwemmungen, die jeweils grossen Schaden anrichteten. 1540 erlitt das Dorf eine grosse Feuersbrunst und 1748 zerstörte ein Grossbrand im Dörfchen Zweidlen elf Häuser und Scheunen.

Glattfelden war ursprünglich ein Dorf, das vorwiegend durch Landwirtschaft geprägt war. Die Ansiedlung von mehreren Textilfabriken brachte eine vorübergehende Industrialisierung in die Gemeinde. Der tiefgreifende Strukturwandel, von der Industrie zur Dienstleistungsgesellschaft, führte auch in Glattfelden zur Schliessung der meisten Textilbetriebe. Damit zeigt sich das heutige Glattfelden als typische Agglomerationsgemeinde von Zürich, mit gesundem Gewerbe. Wieder entdeckt wurde in den letzten Jahren auch der Rebbau.

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